Cindy's Botschaft fuer Deutschland - Und haben die Uranwaffen des Irak-Kriegs auch Europa kontaminiert ? Und die Schwaene sterben .
LA "MAMMA DELLA PACE" IN GUERRA CONTRO BUSH
BUSH-KRITIKERIN CINDY SHEEHAN HAT EINE BOTSCHAFT FUER DEUTSCHLAND ! WOMANsignBUSHout codePINK4PEACE SIGNbushOUT
Cindy Sheehan ist eine Hausfrau und Mutter aus Kalifornien. Ihr Sohn Casey ist am 04. April 2004 in Irak gefallen. Anfang August 2005 ging Cindy so nahe wie möglich an die Sommerresidenz von U.S. Präsident George W. Bush, seine Ranch in Crawford, Texas, heran und forderte ihn auf, sich der Frage zu stellen, für welche „edle Sache” („noble cause," laut Bush) ihr Sohn sterben mußte. Bush kam nicht heraus; und Cindy weigerte sich, ihren Platz am Straßenrand zu verlassen. Im August sind etwa 10.000 Menschen nach Crawford gereist, um sie zu unterstützen. Wochenlang haben diese Anhänger bei 30 Grad Hitze in Zelten entlang den Strassen von Texas gewohnt; das Zeltlager haben sie Camp Casey genannt. Erst als Bush Ende August nach Washington abreiste, hat Cindy ihren Platz in Texas verlassen. Jetzt kehren Cindy und ihre Unterstützer immer wieder nach Crawford zurück, wenn Präsident Bush auf seiner Ranch anwesend ist, um zum Beispiel Thanksgiving oder Ostern zu feiern. Es ist ein Ort des Protests, aber auch ein Ort der Musik, Liebe, Spaß...wie eine Mischung von Woodstock und Selma, Alabama. Cindys Frage hat Bush noch immer nicht beantwortet.
Die Botschaft Cindys an Deutschland ist diese : Deutschland ist die logistische Drehscheibe für US-Kriege in Irak, Afghanistan und angedrohte weitere im Mittleren Osten. Deutschland hat die Macht in der Hand, mindestens diese internationale Willkürherrschaft des Bush-Regimes zu beenden. Zur weiteren Nutzung der US-Stützpunkte in Deutschland für illegale Kriege und für kriminelle Kriegsmethoden kann – und muss – Deutschland endlich mal NEIN sagen !
Landstuhl ist der Sitz des riesigen US-Militärkrankenhauses für Europa. Hierhin werden fast alle im Irak oder in Afghanistan verwundeten US-Soldaten gebracht. Es kommen täglich neue Verwundete – etwa 30.000 seit März 2003. Diejenigen, die hier sterben, werden nicht in der amtlichen Liste der Kriegsgefallenen aufgenommen. Hier wurde die Leiche von Cindys Sohn Casey präpariert.
Ramstein (nur 3 km von Landstuhl) ist der Flughafen, von wo aus das Frischfleisch“ in den Krieg geschickt wird sowie der Nachschub von Kriegsgerät und Munition abgewickelt wird, der hauptsächlich in Deutschland organisiert wird. Ramstein hält etwa 130 Atomwaffen bereit, und der Flughafen wird eben jetzt ausgeweitet.
Cindy hat der US-Friedensbewegung einen kräftigen Anschub gegeben. Es ist eine Bewegung, in der ehemalige SoldatInnen, Familien der Soldaten und Frauenorganisationen wie Codepink eine wichtige Rolle spielen. Seit Dezember ist Cindy zu einer Art Botschafterin für die Mehrheit der AmerikanerInnen geworden, die einen Abzug der US-Truppen aus Irak wünschen. Sie wurde schon von wichtigen Regierungsbeamten in Großbritannien, Irland, Spanien, und Italien empfangen.
Just Say NO! - endlich mal NEIN sagen!


Und zwar dort , wo Widerstand Wirkung hat .

Camp Casey Pressekontakt und Infos: Elsa Rassbach – goava@tiscali.de (030) 326 015 40
FUER ALLE CINDY UNTERSTUETZERinnen zur Erinnerung und Ermutigung : Urteil zum Irak-Krieg
Bundesrichter kritisieren deutsche Unterstützung
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat gravierende völkerrechtliche Bedenken gegen die deutsche Unterstützung des Irak-Krieges angemeldet. Die Bundesregierung hatte den USA und Großbritannien unter anderem Überflugrechte und den Schutz ihrer Einrichtungen auf deutschem Boden zugesichert. Die Unterstützung einer völkerrechtswidrigen Militäraktion könne nicht nur durch militärische Kampfhandlungen, sondern auch auf logistischem Wege erfolgen, hieß es in dem Urteil, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Wie die Bundesverwaltungsrichter weiter feststellten, kann ein Verstoß gegen das völkerrechtliche Gewaltverbot nicht ohne weiteres deshalb verneint werden, weil die Bundesregierung wiederholt zum Ausdruck gebracht hatte, dass sich deutsche Soldaten nicht an Kampfhandlungen beteiligen würden. Die Richter hielten in ihrem Spruch fest, dass gegen den Irak-Krieg erhebliche rechtliche Bedenken bestünden, vor allem im Hinblick auf das in der Charta der Vereinten Nationen festgeschriebene Gewaltverbot. Für den von ihnen begonnen Krieg konnten sich nach Feststellung der Richter die Regierungen der USA und Großbritanniens weder auf sie ermächtigende Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates noch auf ein Selbstverteidigungsrecht berufen.
Keine Verpflichtung zur Unterstützung
Zugleich machten die Richter klar, dass es keinerlei Verpflichtungen der Bundesrepublik gegenüber der NATO gebe, "entgegen der UN-Charta und dem geltenden Völkerrecht völkerrechtswidrige Handlungen von NATO-Partnern zu unterstützen." Die umfangreiche völkerrechtliche Würdigung des Irak-Kriegs und der deutschen Unterstützungsleistungen hielten die Richter in einem Urteil fest, mit dem ein Major der Bundeswehr freigesprochen worden war. Er hatte im April 2003 den Befehl verweigert, an der weiteren Entwicklung eines militärischen Software-Programms mitzuwirken.
(Aktenzeichen: BVerwG 2 WD 12.04 - Urteil vom 21. Juni 2005 )
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4700248_REF1,00.html
BITTE UNTERSTUETZT Cindy Sheehan und somit auch die gesamte amerikanische u. internationale Friedensbewegung ! mehr : http://openletter.beeplog.com
JOAN BAEZ ON DEUTSCHLAND - TOUR !!
23.3.- 8.4.2006 , Joan Baez ist im deutschen Interview-Magazin GALORE www.galore.de gefeatured . SIE IST SO WUNDERBAR WOHLTUEND !! ICH LIEBE UND VEREHRE JOAN SEIT ICH SIE ZUM ERSTEN MAL HOERTE , bei Wolf Biermann , da war ich 11 !!!!!!!!!!! Und Joan erzaehlt in ihrem Interview in Galore von ihrer engen Freundschaft mit DR.MARTIN LUTHER KING ! Ihre Freundschaft mit Janis Joplin ,Bobbi Dylan ....EIN MUST-READ-INTERVIEW !! Es ist in der VOLUME 16 , maerz 2006 -Ausgabe ...mit Jonny Depp auf dem Cover .... ich habe auch 1interview mit Galore gemacht , muesste in der naechsten Ausgabe kommen .....
Joan Baez Tourdaten : www.modernewelt.de
Am 8.4. ist sie in Berlin , im Tempodrom !!!!

photo by Bob Fitch ©
Dr King and Joan Baez
Grenada Mississippi, 1966.
BAEZ: "You can't go no futhuh than this point ..." the cop said to us. King went all the way.
"But If Not": Dr. Martin Luther King Gives a Sermon On Civil Disobedience in a Rare Recording http://www.democracynow.org/index.pl?issue=20021119
Criticizing Israel will be a taboo in United StatesBritish citizens will be extradited for what critics have called a "thought crime" under a new European arrest warrant, the Government has conceded.
Criticizing Israel will be a taboo in United States Israelische Friedensstimmen : Israelische Persönlichkeiten aus dem Umkreis der Friedensbewegung haben anlässlich eines Projekts mit Palästinensern auf eindrückliche Art das tiefe Bedürfnis eines Grossteils der israelischen Bevölkerung nach Frieden ausgedrückt. Gemäss den neusten Umfragen wünscht eine Mehrheit der Israeli den Abzug Israels aus dem Gaza-Streifen als einen ersten Schritt zum Frieden. Vor kurzem hat Israel beschlossen, die schrecklichen Häuserzerstörungen in den besetzten Gebieten zu beenden. Die Nutzlosigkeit dieser «herzlosen Massnahme» habe sich erwiesen, sagte die Knesset-Abgeordnete Zehava Galon von der liberalen Yachad-Partei. Laut dem Berichterstatter für die Menschenrechte in den besetzten Gebieten, John Dugard, habe Israel seit dem September 2000 4170 Häuser zerstört. Und seit 1967 sind rund 12000 palästinensische Heime vernichtet worden, berichtet das ICAHD (Israelisches Komitee gegen Häuserzerstörungen). Der Stopp kann als eine konstruktive Antwort Israels auf die Bemühungen von Mahmud Abbas gesehen werden, der durch Gespräche mit den gewaltbereiten Gruppierungen, u.a. der Hamas, die Gewalt in den palästinensischen Gebieten zu stoppen versucht. Die folgenden sehr persönlichen Stellungnahmen von Israeli zum Frieden kamen in einem Projekt zustande, in dem immer ein Palästinenser und ein Israeli sich für ein Bild zusammenfanden. Es heisst: «Auf gegenüberliegenden Seiten innerhalb desselben Rahmens.» Wir drucken hier die Worte einiger israelischen Teilnehmer in Auszügen ab. Anschliessend geben wir Auszüge eines Vorschlags von David Grossmann wieder. Yuval Nerija, Reserveleutnant der israelischen Armee und hochdekorierter Kriegsheld Israels, sagte: «Ich habe immer an den Frieden geglaubt seit dem Yom-Kippur-Krieg, als ich sah, wie dieser grosse ägyptische Kerl, seinen verwundeten Freund tragend, im Kugelhagel davonlief. Er war bereit, sein Leben zu opfern, um seinen Freund zu retten. Dies war ein sehr menschlicher Moment für mich. Er liess mich fühlen, dass wir etwas gemeinsam haben. Nach dem Krieg wollte ich Normalität. Der Frieden schafft Normalität. Man muss nicht immer in den Krieg gehen. Man muss sich nicht jedesmal Sorgen machen, wenn man sein Kind nach Jerusalem schickt.
Nun, da der Friedensprozess begonnen hat, können wir den Berg nicht inmitten des Aufstiegs verlassen. Ich weiss nicht, wie viele Schritte dieser Prozess hat, aber je näher wir zum Gipfel kommen, desto schwieriger wird es. Von Anfang an war \Peace now!\ auf den Schultern von Soldaten aufgebaut. Wenn wir im Krieg kämpfen können, können wir auch für den Frieden kämpfen. Israeli sind gute Kämpfer.»
Yael Dayan, israelische Knesset-Abgeordnete der Arbeitspartei, Tochter des ehemaligen Generals Moshe Dayan und bekannte Autorin und Journalistin, ist eine prominente und mutige Stimme in Israel:
«Meine Eltern haben mich dazu erzogen zu glauben, dass der ursprüngliche zionistische Traum nichts zu tun hatte mit der Grösse des Landes Israel. Er hatte mit der Qualität von Israel zu tun - der Qualität des Staates, seinem Platz in der Welt und der Qualität des jüdischen Lebens in ihm. Ich glaube nicht, dass diese Art von Qualität ausser im Frieden je erreicht wird. Militärisch müssen und werden wir die beste Armee des Nahen Ostens bleiben. Aber denken Sie nicht, dass es das ist, worum es im Zionismus geht. Auf eine Art bin ich in den Friedensprozess hineingeboren worden. Meine Familie lebte in meiner Kindheit in nächster Nähe zu Palästinensern. Wir wussten immer, dass mit jedem Sieg klar die militärische Option für jede Seite vermindert wurde. Nun haben wir endlich ein Abkommen unterzeichnet. Es ist nicht perfekt, aber es ist das beste, das beide Seiten zurzeit erreichen können. Persönlich könnte ich gegen das langsame Tempo und die Vagheit anschreien. Wir müssen den Prozess ausweiten und beschleunigen. Ich bin davon überzeugt, dass es keinen anderen Weg gibt. Wenn wir nicht über diesen Frieden sprechen, sprechen wir über den nächsten Krieg.»
Danny Rubinstein, ein renommierter «Haaretz»-Journalist, ist Autor des Buches «Die Menschen von nirgendwo: Die palästinensische Vision einer Heimat»: «Zu Hause empfand ich immer, dass es zwei Völker in diesem Land gibt. Mein Vater wuchs in Jaffa auf und sprach Arabisch. Ich wuchs in Jerusalem auf, wo mein Vater in der Elektrischfirma arbeitete. Die Hälfte der Arbeiter waren Araber. Mein Vater glaubte an die Koexistenz. Er gab diesen Glauben an mich weiter. Ich konnte meine Augen nicht schliessen und abstreiten, dass dieses andere Volk existiert.
Im Jahr 1967 arbeitete ich als Journalist für die Zeitung Dawar und wurde als Berichterstatter in die neu besetzten Gebiete geschickt. Ich sah viele Dinge, die mir zu ernsthaften Fragen Anlass boten. So begann ich, den Leuten zu sagen: \Vergessen Sie nicht, dass hier eine zweite Gemeinschaft von Menschen lebt.\
Amerikanische Juden sollten verstehen, dass wir einen Weg finden müssen, mit den Arabern hier zusammenzuleben. Das heisst nicht, dass es hier wegen der radikalen Araber und ihres Terrorismus keine Krise gibt. Aber ihrer Gewalt nachzugeben, indem man die Friedensgespräche beendet, würde meine Kinder zu einem endlosen Zirkel von Blutvergiessen und Hass verdammen.»
Na\ama Solomon ist eine 16jährige israelische Highschool-Studentin:
«Ich lebe im Norden des Landes, nahe der Grenze, gerade unterhalb der Sicherheitszone in Libanon. Seit meiner Kindheit hören wir Helikopter und rennen zu den Schutzräumen. Ich glaube, dass das Leben einen höheren Wert als dies hat. Ich glaube, dass der Frieden diesen höheren Wert bringen wird. Die Armee ist sehr zentral in unserem Leben. Ich finde, wir sollten keine derart militaristische Gesellschaft sein und uns immer über den Terror und die Besetzung Sorgen machen. Jeder geht in die Armee. Mein Vater ging, ich werde gehen, und meine Kinder werden gehen. Ich mache mir immer Sorgen, dass jemand getötet wird. Ich arbeite mit Kindergartenkindern. Sie sind die nächste Generation. Wir haben die Fähigkeit, sie für den Frieden zu erziehen.»
Chen Raz ist ein 24jähriger Israeli, der vor einiger Zeit seinen Militärdienst beendet hat und in Jerusalem lebt:
«Als ich siebzehn war, nahm ich an einem israelisch-palästinensischen Dialog von Jugendlichen in Bethlehem teil. Ich traf dort ein Mädchen, das zu mir sagte: \Wenn du als Soldat nach Bethlehem kommst, bitte schiess\ nicht!\ Während meiner ganzen Militärdienstzeit erinnerte ich mich an ihre Worte. Aber es half nichts. Ich musste Dinge tun, auf die ich nicht stolz war. Es muss eine Gruppe geben, die die Regierung in Richtung Frieden drängt. Deswegen bin ich jetzt bei \Peace now!\ engagiert.»
Chaya Noach, die Direktorin von «Peace now!» erzählte: «Meine Eltern kamen nach dem Zweiten Weltkrieg hierher, und sie lehrten mich, dass hier mein Platz ist, aber auch, dass ich hier mit anderen Menschen leben kann. Gerade wegen unserer Geschichte müssen wir sehr sensibel für die Bedürfnisse der Menschen sein, die unsere Gesellschaft mit uns teilen.
Der Grund, in dieser Gesellschaft zu leben, ist, im Frieden mit unseren Nachbarn zu leben. Ich würde gern sicher sein, dass ich ruhigen Herzens in ein Einkaufszentrum oder zu einer Bushaltestelle gehen kann. Letzthin ging ich mit einer Freundin nach Jaffa, und ich schaute die ganze Zeit hinter mich zurück. Ich denke, der einzige Weg, um das Sicherheitsproblem zu lösen, ist, die Friedensverhandlungen zu beschleunigen, so dass die Palästinenser daran glauben können, dass sie von diesem Prozess profitieren. Dies wird die Hamas stoppen.»
Quelle: www.peacenow.org
David Grossmann: Vorschlag für einen echten Dialog
Ein überzeugender Vorschlag zur Einleitung eines echten Dialogs kommt vom israelischen Schriftsteller David Grossmann. Grossmann ist Mitarbeiter an der «Genfer Initiative», einer von der Schweiz unterstützten Friedens-initiative auf Bürgerbasis, die Lösungsvorschläge für die zentralen, aber um so heikleren Punkte, z. B. die Flüchtlingsfrage, bis ins Detail ausgearbeitet hat. Grossmann: «Was wäre, wenn der israelische Ministerpräsident zu Beginn seiner Rede auf der Gipfelkonferenz in Sharm ash-Sheikh sich an das palästinensische Volk gewendet und erklärt hätte, Israel anerkenne das Leid, das dieses Volk erlitten habe, und werde seinen Teil der Verantwortung dafür übernehmen? Welchen Einfluss hätten solche einfachen und direkten Worte auf die palästinensische Öffentlichkeit und wie würden sie die künftige israelische Verhandlungsposition schwächen oder stärken?
Und wie würde es auf die Israeli wirken, wenn der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde am Anfang seiner Rede sein Mitgefühl für die Leiden der Israeli in diesem jahrelangen Konflikt ausgedrückt und, einfach und direkt, die Verantwortung für den Anteil der Palästinenser daran anerkannt hätte? Kann man sich überhaupt einen solchen Moment vorstellen, erscheint er möglich in dem Wust von Misstrauen und Feindseligkeit, in dem wir gemeinsam gefangen sind? [...] das Schwerste an der Anerkennung der Leiden des Feindes und der Übernahme von Verantwortung dafür ist vielleicht gar nicht der wirtschaftliche Verzicht, sondern die Tatsache, dass jede Seite davon abrücken müsste, sich als wahres und einziges Opfer des Konflikts zu betrachten. Denn zweifellos verleiht die Opfersicht dem israelischen wie dem palästinensischen Volk Kraft, Motivation, Rechtfertigungsgründe und ein Gefühl innerer Einigkeit, vor allem aber verschafft erst sie den Anschluss an die historische Identität, die - bei beiden auf unterschiedliche Weise - aus dem Empfinden entstanden ist, vom Schicksal unentrinnbar zu Opfern bestimmt zu sein. Doch gerade deswegen könnte eine solche Präzedens-schaffende Erklärung heilende Wirkung auf die beiden Völker ausüben. Denn wer bereit ist, seinen ÐAlleinanspruchð auf die Opferrolle in dem Konflikt aufzugeben, hat sich schon vom lähmenden Defätismus befreit, der in der exklusiven und ewigen Opferhaltung ruht. Und wer nach generationenlanger Weigerung fähig ist, seine Verantwortung für das Leid, das er seinem Feind zugefügt hat, anzuerkennen (was er letzten Endes ohnehin wird tun müssen), der wird schnell entdecken, dass seine Einstellung zum ganzen Konflikt nüchterner und realistischer geworden ist. Auch die sonstigen zur Debatte stehenden Streitpunkte wären dann etwas weniger aufgeladen, weniger symbolträchtig und Ðmythologischð, dafür aber sehr viel menschlicher und daher auch viel leichter zu lösen. [...] Was dem ganzen Prozess jedoch den so dringend benötigten emotionalen Anstoss geben könnte, wäre eine wirklich grosse und grosszügige menschliche Geste, hoch über dem kleinlichen Feilschen, das die übrigen Verhandlungsbereiche kennzeichnet.» quelle : http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_126c/T05.HTM

Haben die Uranwaffen des ( Golf - , Balkan - , Afghanistan - und ) Irak-Krieges auch Europa kontaminiert ? von Florian Rötzer
Wissenschaftler glauben , einen steilen Anstieg der Uran-Konzentration
in der Luft in britischen Messstellen auf die Bombardierungswelle mit
DU-Munition Ende März 2003 zurückführen zu können .
Abgereichertes Uran (DU), das die Durchschlagskraft von Munition,
beispielsweise für die bunkerbrechenden GBU-Bomben, erhöht, ist auch
beim Einmarsch in den Irak von amerikanischen und britischen Truppen
verwendet worden. Wie viel genau, ist allerdings unbekannt, aber es
dürften mehrere hundert Tonnen gewesen sein, möglicherweise bis zu
2.000 Tonnen (1), die meist über Städten abgeworfen wurden.
Abgereichertes Uran ist massenhaft vorhanden und fällt bei der
Herstellung von Brennstäben für Atomkraftwerke ab. DU schädigt die
Gene, verursacht Krebs und kann eine ganze Reihe anderer
Gesundheitsschäden hervorrufen. Umstritten ist jedoch seit dem ersten
Irak-Krieg 1991, ob und wie sehr die von DU-Munition freigesetzte
Radioaktivität gesundheitsschädlich für die Menschen ist, die ihr
ausgesetzt sind. Sollte der Bericht von britischen Wissenschaftlern
zutreffen, dass radioaktive Partikel, die von der Lunge aufgenommen
werden können, vom Irak bis nach Großbritannien gelangt (2) sind, dann
würde die Diskussion über die Risiken von DU-Munition eine ganz neue
Dimension berücksichtigen müssen.
Das Pentagon bezeichnet - genauso wie die NATO (3) - DU als weitgehend
ungefährlich und hat sich daher auch geweigert (4), die bombardierten
Orte im Irak zu dekontaminieren.


RAMSEYCLARKappealDU
Ehemalige US-Soldaten, die am ersten Irak-Krieg teilgenommen hatten, machten u.a. die von DU ausgehende Strahlung für das sogenannte Golfkriegssyndrom verantwortlich. Im Irak wurde sie für angeblich gestiegene Krebsrate bei Kindern und für Geburtsfehler verantwortlich gemacht : BAByViCTiMSdepletedURANiUM
Wie gefährlich (5) DU, das
hauptsächlich aus Uran-238 besteht, tatsächlich ist, ist " offiziell" umstritten .
(6). (please also read Dr.DougRokke ) Die Halbwertszeit ist aber mit 4,5 Milliarden Jahren sehr lange.
Beim Aufprall eines DU-Projektils entzündet sich die DU-Ummantelung.
Dabei verdampft ein Teil des DU zu Aerosol, also zu feinem Staub, der
vom Wind größere Strecken befördert und durch die Atmung mit
aufgenommen werden kann. Der Rest verteilt sich in der unmittelbaren
Umgebung, wo Menschen in Kontakt mit ihm geraten können. Uranoxidstaub gelangt ins Grundwasser, auch die Korrosion von DU-Munition gibt den Stoff ab. Eine UNEP-Untersuchung von Orten in Serbien und Montenegro, die mit DU-Munition bombardiert wurde, entdeckte noch drei Jahre nach der Bombardierung DU-Partikel in der Luft. 2004 kam eine Studie zum Ergebnis, dass sich abgereichertes Uran auch im Urin von Zivilisten und Soldaten im Irak angereichert hat ( Kontaminiert! (7)).
Der Großteil der DU-Munition, die bei Angriffen von A10-Kampfflugzeugen
abgefeuert werden, dringen in den Boden ein, ohne zu verbrennen und
Uranoxid-Staub freizugeben. Wissenschaftler des Institutes für
Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für
Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig haben nach langjährigen
Untersuchungen herausgefunden (8), dass --in den Boden als Uranoxid eingebrachtes Uran durch physikochemische und biologische Vorgänge gelöst und für Pflanzen aufnehmbar wird. Nach 3 Jahren Verbleib im Boden waren bis zu 40% des zugeführten Urans in mobile Verbindungen übergegangen. Solche mobilen Uran-Verbindungen können entweder von Pflanzen aufgenommen, oder in Böden und Gewässer verlagert werden. ... Die Uran-Konzentrationen der Pflanzen lagen schon in den geringsten Belastungsstufen um bis zu tausendmal höher als in den Kontrollen. Die FAL-Wissenschaftler/innen fanden aber auch, dass die Mobilisierung des Urans mit abnehmender Fruchtbarkeit des Bodens (niedrigere pH-Werte, geringere Gehalte an mineralischen Pflanzennährstoffen, vor allem Phosphor) zunimmt. Wenig fruchtbare Böden sind aber gerade typisch für Krisengebiete und die Bevölkerung ist dort auf Selbstversorgung vom eigenen Boden angewiesen.--
Die WHO empfiehlt (9) eine genaue Überprüfung des Wassers und der
Lebensmittel nach Konflikten und empfiehlt eine Dekontaminierung von
belasteten Orten. Britische Wissenschaftler haben jetzt entdeckt, dass es an fünf Messstellen in der Nähe der britischen AWE (Atomic Weapons
Establishment) in Aldermaston bei Reading Ende März einen Anstieg der
Uranbelastung in der Atmosphäre um das Vierfache gegeben hat. Die
Wissenschaftler Saoirse Morgan und Chris Busby von der University of
Liverpool, Experte für Gefährdung durch Radioaktivität, Gründer von
Green Audit und Berater der britischen Regierung, haben an das
britische Verteidigungsministerium Anträge nach dem neuen
Informationsfreiheitsgesetz gestellt, nachdem seit 1999 die
Veröffentlichung der Messergebnisse eingestellt wurde. Sie hatten
daraufhin zwar die Daten aus den Jahren 2000 bis 2004, mit der Ausnahme der Messergebnisse von Anfang 2003. Das war aber just die Zeit, als der Irak-Krieg mit dem Einmarsch und der massiven Bombardierung nach der Devise Shock-and-awe begann. Innerhalb von 24 Stunden wurden mit 1.500 Bomben und Raketen auch großen Mengen an DU zur Zerstörung von Gebäuden und Bunkern eingesetzt. Überdies wurden Hunderttausende von "silver bullets", die mit DU ummantelt sind, aus den Bordkanonen der A-10-Kampfflugzeuge abgefeuert.
Erst nach weiterem Bohren rückten die Behörden die fehlenden Daten
heraus. Als die Wissenschaftler die Messergebnisse von vier Stationen
und der Messungen im AWE zwischen 2000 und 2004 auswerteten, stellten
sie eine signifikante Erhöhung der von Uran in der Luft ausgehenden
Radioaktivität Ende März 2003 fest, der auch die britische
Umweltbehörde alarmiert hatte, auch wenn die Werte noch innerhalb des
ungefährlichen Bereichs lagen. Durchschnittlich gibt es in dem
Messbereich eine Hintergrundstrahlung von 155 Nano-Becquerel pro
Kubikmeter, Ende März bis Mitte April stieg er auf 650. Einen weniger
starken Peak gab es Anfang 2002, in der Zeit also, als Tora Bora von
der US-Luftwaffe bombardiert wurde. Über die gesundheitliche Gefährdung
machen die Wissenschaftler keine genaueren Angaben, gehen aber davon
aus, dass die Aussetzung an zusätzliche Partikel durchaus gefährlich
sein kann.
Für Busby und Morgan liegt ein Zusammenhang mit den Bombardierungen mit DU-Munition nahe. Sowohl die Messwerte in der Atomwaffenanlage als auch außerhalb sind während der Bombardierungsphase in die Höhe gegangen, die Messwerte der äußeren Messstationen lagen höher, was für Busby und Morgan dafür spricht, dass kein Vorkommnis in der AWE verantwortlich sein könne. Der erste Peak war am 27. März, also müssten die Aerosole mit dem Beginn der Bombardierung am 19. März sich in diesen aus dem Irak in der Atmosphäre verbreitet und mit Winden bis nach Europa transportiert worden sein. Die Wetterberichte zu dieser Zeit ließen
dies als möglich erscheinen, es gelangte in dieser Zeit auch Sand von
der Sahara bis nach Großbritannien, wofür ein Hoch über Europa, ein
Tief über dem Atlantik und ein konstanter Wind aus südlichen Richtungen
verantwortlich waren. Das zeige, so schreiben die beiden, dass
"DU-Waffen sowohl die Menschen vor Ort als auch Hunderte und Tausende
von Meilen entfernt kontaminieren".
Busby und Morgan weisen darauf hin, dass die meisten Berichte wie der
von der Royal Society davon ausgehen, dass sich die radioaktiven
Aerosole nur wenige Meter um die Einschlagstelle verbreiten würden. Dem
widerspricht aber die UNEP-Untersuchung, die in Montenegro und Bosnien
Partikel noch zwei Jahre später in der Luft nachweisen konnte. Busby
selbst habe auch bei Untersuchungen von Regenwasserpfützen im Kosovo
noch neun Monate nach dem Einsatz von DU-Munition abgereichertes Uran
feststellen können. Busby führt die Ablehnung der Verbreitung von
DU-Aerosole über weite Gebiete auf die Annahme über die Größe der
Partikel zurück. Die Royal Society ging von Partikeln in der Größe von
1 bis 5 Mikron aus, Untersuchungen des US-Militärs mit feineren Filtern
aus den 80er Jahren hätten jedoch gezeigt, dass fast die Hälfte der
Partikel kleiner als 1 Mikron sei. Damit würden sich die Partikel eher
wie Gas verhalten und könnten wie die radioaktiven Gase nach den
Tschernobyl-Unfall auch über große Entfernungen transportiert werden.
Vom britischen Verteidigungsministerium wird das bestritten. Es sei
unmöglich, dass sich abgereichertes Uran so weit verbreiten könne. Die
Umweltbehörde erklärte, dass andere Messstationen keinen vergleichbaren Anstieg gezeigt hätten. Manche Experten führen dies auf andere Umweltquellen zurück. Brian Spatt, der das Team für einen Bericht der Royal Society über DU-Munition geleitet hatte, bezweifelt ebenfalls,
dass die DU-Munition die Ursache ist. Möglicherweise aber hätte die
massive Bombardierung das Uran aus dem Boden freigesetzt, gibt er zu
bedenken. Der Bericht (10) der Royal Society stufte das
Gesundheitsrisiko als relativ gering ein, empfahl aber eine
Dekontaminierung der betroffenen Orte und eine medizinische
Untersuchung der britischen Soldaten.
LINKS
(1) http://www.guardian.co.uk/international/story/0,3604,938336,00.html
(2) http://www.fal.de/de/service/presse/2005-25-PB.pdf
(3) http://www.nato.int/du/
(4) http://news.bbc.co.uk/1/hi/sci/tech/2946715.stm
(5) http://www.ead.anl.gov/pub/doc/Depleted-Uranium.pdf
(6) http://www.sundayherald.com/40096
(7) http://www.telepolis.de/r4/artikel/17/17148/1.html
(8) http://http://www.fal.de/de/service/presse/2005-25-PB.pdf
(9) http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs257/en/
(10) http://www.royalsoc.ac.uk/landing.asp?id=1243
Telepolis Artikel-URL:
http://www.telepolis.de/r4/artikel/22/22081/1.html
Copyright (c) Heise Zeitschriften Verlag
AgainstMilitarismInOurSchools
VETERANS4PEACE OPENLETTER-OFFENERBRIEF
http://www.aktivepolitik.de/USA_Massenvernichtungswaffen.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Atombombentests
UND DIE SCHWAENE STERBEN !

Vogelgrippe-Virus von der Seuchen-Insel?
Von Gerhard Wisnewski
Wie man weiß, und wie ich an anderer Stelle bereits berichtet habe, stellt die Quelle der Vogelgrippe-Infektion auf Rügen noch immer ein großes Rätsel dar. Wie Ornithologen berichteten, ist die Vogelpopulation auf Rügen im Winter im Grunde isoliert. Daher ist offen, wie und wo sich die Schwäne infiziert haben könnten. "Unklar ist, wann und wie sich die auf der Insel Rügen gefundenen Schwäne angesteckt haben. \Dieses aktuelle Phänomen ist nicht zu erklären, denn es hat offensichtlich nichts mit dem Vogelzug zu tun\, sagte der Leiter des Wilhelmshavener Instituts für Vogelforschung, Franz Bairlein", berichtet das Handelsblatt. Daß das Virus vielleicht schon länger da sein könnte, ist eine reine Spekulation: Denn für Vogelforscher Bairlein ist es ein Rätsel, "wieso möglicherweise schon länger vorhandene Viren nicht schon im vergangenen Herbst entdeckt wurden", so das Handelsblatt. "Damals seien tausende Vögel in Europa untersucht worden. \Damals war H5N1 nicht dabei, und jetzt ist es da. Dies ist ausgesprochen eigenartig\", wundert sich der Mann. "Dafür haben wir kein Erklärungsszenario.“
Mal sehen, ob wir eins finden. 
Zunächst mal: Eingeschleppt haben können die Schwäne das Virus auch nicht. Die Sache ist nämlich die, daß kein Schwan aus irgendeinem Vogelgrippe-Gebiet nach Rügen fliegt und dort verhungert. "So einen kuriosen Einzelflieger gibt es nicht“, schloß Bairlein einen Zusammenhang mit Zugvögeln als Infektionsquelle laut Handelsblatt aus. "Die in Deutschland verbreiteten Höckerschwäne seien als Parkschwäne weitgehend sesshaft. \Nur die Sing- und Zwergschwäne sind arktische Zugvögel und überwintern hier.\ In der Arktis sei das Virus aber bislang nicht nachgewiesen."
Da ist guter Rat teuer: war das Vogelgrippe-Virus nun schon vorher da oder nicht? Und wenn ja, wo kam es nur her? Immer schön der Reihe nach.
Tatsächlich ist nun erwiesen: das Vogelgrippe-Virus war wirklich schon vorher da. Und zwar auf der Insel Riems.
Soso. Und wo ist überhaupt die Insel Riems? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Selbst wenn Sie bei hotmaps.de die höchste Auflösung der Ostseeküste einstellen, werden Sie die Insel Riems nicht finden. Und das liegt nicht an hotmaps.de, sondern an Riems. Denn die Insel mißt nur etwa 1250 mal 300 Meter. Wenn Sie in der Nähe von Greifswald nach ihr suchen, sehen Sie nordöstlich der Ortschaft Mesekenhagen nur einen unscheinbaren Buckel, der in den Greifswalder Bodden hinausreicht, ein bedeutender Lebensraum für Wasservögel, also auch Schwäne. Keine eingezeichnete Straße, kein Ortsname weist darauf hin, daß sich hier die Insel Riems befindet.
Diese Insel finden Sie erst, wenn Sie die Webseite der Firma Riemser Arzneimittel durchsuchen.
Die hat freundlicherweise eine Anfahrtskizze ins Netz gestellt. Und nun sehen Sie, daß der Buckel nordöstlich von Mesekenhagen gar kein Buckel ist, sondern daß er zum Teil aus einer Insel besteht, nämlich Riems. Und diese Insel liegt eben just an jenem Greifswalder Bodden, an dem auch die so plötzlich von der Vogelgrippe heimgesuchte Insel Rügen liegt. 
Von Riems bis Rügen sind es nur ein paar Kilometer.
Doch nachdem Sie die Insel Riems, auf der das Vogelgrippe-Virus nachweislich bereits seit längerer Zeit vorhanden ist, auf der Karte nun gefunden haben: Fahren Sie nicht hin. Jedenfalls nicht unangemeldet. Denn Sie kommen nicht drauf. Die Insel ist dem Vernehmen nach für die Öffentlichkeit gesperrt, genau wie zu DDR-Zeiten. Damals hieß sie noch die "Seuchen-Insel". Heute befindet sich auf Riems das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit, kurz FLI. Jenes Friedrich-Loeffler-Institut, das sich seit Wochen mit der Diagnose der Vogelgrippe von der benachbarten Insel Rügen hervortut, liegt ausgerechnet nur wenige Kilometer von Rügen entfernt, im südwestlichen Teil des Greifswalder Boddens. Zufälle gibts hier. Und nicht nur Zufälle, sondern eben auch das Vogelgrippe-Virus: "Hinter den Riemser Zäunen sind Erreger der Vogelgrippe, einschließlich des Subtyps H5N1, bereits seit langem präsent", schrieb die netzeitung im Oktober 2005. Der NDR nannte Riems gar eine "Wahnsinnsinsel", weil hier in zahlreichen Hochsicherheitslabors hochinfektiöse Tierkrankheiten erforscht werden, wie zum Beispiel die Vogelgrippe. "Die hoch gesicherte Virusbank enthält rund 500 Virusstämme und -isolate von Rind, Schaf, Schwein oder Geflügel. Erst vor kurzem hatten die Forscher für die Tests mit einem neuartigen Marker-Impfstoff in den institutseigenen Hochsicherheitsställen Hühner künstlich mit hoch pathogenen Vertretern des Erregers infiziert", schrieb die netzeitung im Oktober 2005.
Soso.
Und genau über die Köpfe dieser wackeren Forscher, "Über die Ostseeinsel Riems, wo der Hauptsitz des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) hinter hohen Zäunen und Sicherheitstoren beheimatet ist, ziehen derzeit Tausende von Wildgänsen, Schwänen und Kleinvögeln", schrieb damals die netzeitung. "Die seichten Boddengewässer zwischen den Touristeninseln Rügen und Usedom sind ein Rastgebiet für die potenziellen Einträger der Vogelgrippe."
Sollten diese Vögel wirklich infiziert gewesen sein, trugen sie also quasi Eulen nach Athen bzw. die Vogelgrippe in den Greifswalder Bodden und nach Rügen, denn die war in der Gegend schon vorher da, und zwar in Riems. Die Vögel flogen auf ihrem Weg in den Greifswalder Bodden und nach Rügen direkt über die Labors von Riems, wo bereits das Vogelgrippe-Virus gedieh. Erstaunlich, wie?
Noch erstaunlicher ist, daß die ersten, in der zweiten Februarwoche 2006 mit dem Verdacht auf Vogelgrippe tot auf Rügen gefundenen Schwäne zur Untersuchung nur ein paar Kilometer weiter ausgerechnet in die Labors von Riems transportiert wurden, wo die Vogelgrippe sozusagen schon auf sie wartete. Prompt wurde tatsächlich das Virus bei ihnen festgestellt. Genaugenommen können sich die Rügener und Boddener Schwäne das Virus also auf zwei Wegen geholt haben: Bei ihrem Weg über die Virusküchen des Friedrich-Loeffler-Instituts oder durch ihre Nachbarschaft zu denselben. Oder erst in dem Moment, in dem sie tot dort angeliefert wurden.
Kein Mensch hätte sich wohl träumen lassen, daß die Vogelgrippe so bald in Deutschland ausbrechen würde, und dann auch noch bei den Höckerschwänen. Kein Mensch - bis auf die Forscher des Friedrich-Loeffler-Instituts. Die warnten nämlich schon seit Wochen vor einem Ausbruch der Vogelgrippe in Deutschland und empfahlen die "Aufstallung" von Geflügel ab 1. März 2006. Nur: wer hätte gedacht, daß die Seuche ausgerechnet in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft ausbrechen würde? 
Hier ein Auszug aus einem kleinen Vogelgrippe-Tagebuch der Riemser Vogelgrippe-Forscher, zusammengestellt aus den Pressemitteilungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (lesen Sie unbedingt auch "Das Vogelgrippe-Tagebuch der \Wahnsinnsinsel\" in der Abteilung Dokumentation):
Insel Riems, 14. Februar 2006 : Der Nachweis von hoch pathogenem H5N1 Geflügelpestvirus in Nigeria und Italien veranlasste das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) zu einer Neubewertung des Risikos der Einschleppung der Vogelgrippe nach Deutschland. Für über die Südwest- und Zentralroute aus den Brutgebieten im Frühjahr nach Norden ziehende Wildvögel stufte das FLI die Einschätzung von „gering“ auf „mäßig“ hoch. Weiterhin unklar bleibt die Situation in Italien und Slowenien mit bestätigten Funden von hoch pathogenem H5N1 Virus und Verdachtsfällen. Eine Einschleppung des Virus durch Wildvögel über kürzere Entfernung kann demnach aber ebenfalls nicht mehr ausgeschlossen werden. Daher empfiehlt das FLI die Aufstallung des heimischen Geflügels zum nächst möglichen Zeitpunkt. In den letzten Tagen meldeten einige europäische Länder, unter anderen Bulgarien, Italien und Slowenien, Nachweise oder Verdachtsfälle des Geflügelpestvirus H5N1 bei Wildvögeln, vor allem bei Höckerschwänen. (...) Ein Eintrag durch andere Wasservögel kann ebenso wenig ausgeschlossen werden wie eine Migration der Schwäne aus den Ausbruchsgebieten in Kroatien und dem Donaudelta. \Offenbar scheinen Schwäne aber besonders empfindlich für das Virus zu sein und können als Indikatortiere angesehen werden\, so Mettenleiter. Höckerschwäne sollten daher während des Wildvogel-Monitorings im Frühjahr verstärkt beobachtet und vor allem kranke oder tot aufgefundene Tiere in jedem Fall auf Infektionen mit Influenzaviren untersucht werden. Jetzt wollen Sie sicher noch wissen, wie das Friedrich-Loeffler-Institut eigentlich ausgerechnet auf die einsame und kleine Insel Riems kam. Nein? Ich erzähls Ihnen trotzdem: Der Gründer Friedrich Loeffler zog 1910 aus Sicherheitsgründen mit seinen Leuten hierher - und zwar nachdem er eine ganze Region bei Greifswald mit der Maul- und Klauenseuche infiziert hatte.
[ www.fli.bund.de ]
[ www.netzeitung.de ]
[ www.spiegel.de ]
[ www.uni-protokolle.de ]
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